Deutsche Meisterschaft 2014 der Klassen U15-U19

Deutsche Meisterschaft 2014 der Klassen U15-U19

On Juli 1, 2014, Posted by , In Berichte, With No Comments

Ziel­durch­fahrt von Vic­tor Brück (U19), sicht­lich gezeich­net von den schlech­ten Wet­ter­be­din­gun­gen

Am 29.06.2014 tra­fen sich Deutsch­lands beste Nach­wuchs­rad­fah­rer in Quei­ders­bach/Rhein­land-Pflalz zur Deut­schen Meis­ter­schaft in den Klas­sen U15-U19. Mit am Start waren Vic­tor Brück, Tim Becker und Pau­line Tur­sch­ner in der Alters­klasse Junio­ren, bzw. Junio­rin­nen U19. Die 3 RSG’­ler hat­ten sich schon im Vor­feld, über ihre Bun­des­li­ga­plat­zie­run­gen, für die Deut­sche Meis­ter­schaft qua­li­fi­ziert.

Das Ren­nen der Junio­ren war das erste Ren­nen der Ver­an­stal­tung und star­tete um 8:45 Uhr in Quei­ders­bach. Die Renn­stre­cke hatte eine Länge von 13,8 km und musste 9 mal von den ca. 140 Teil­neh­mern bewäl­tigt wer­den. Nach erfolg­ter Über­set­zungs­kon­trolle, ging es bei nas­sem Wet­ter und unge­müt­li­chen 15° C auf die 124,2 km lange Stre­cke. Die Bedin­gun­gen waren für die Teil­neh­mer, auf­grund der schlech­ten Wit­te­rungs­ver­hält­nisse und einer engen ca. 5 km lan­gen Abfahrt durch ein dich­tes Wald­ge­biet, denk­bar schlecht. Stürze schie­nen daher vor­pro­gram­miert. Becker und Brück star­te­ten aus der Mitte des Fel­des und konn­ten sich die ers­ten bei­den Run­den in die­sem behaup­ten. Lei­der fing es nach der 2. Runde an zu reg­nen und es hörte bis zum Ende nicht mehr auf. Vic­tor Brück schie­nen die Bedin­gun­gen in den ers­ten Run­den nicht viel aus­zu­ma­chen, da er sich in der 3. Runde mit eini­gen Fah­rern vom Haupt­feld absetzte und einen Vor­sprung von zeit­weise 35 Sekun­den her­aus holte. Lei­der wur­den die Aus­rei­ßer vor der 6. Runde ein­ge­holt und Brück reihte sich wie­der ins Feld ein. Der Ver­such sich von der Kon­kur­renz abzu­set­zen, hatte doch einige Kör­ner gekos­tet, sodass Brück einer erneut atta­ckie­ren­den Gruppe Fah­rern nicht fol­gen konnte und erst­mal im Haupt­feld neue Kraft schöpfte. Am Ende des Ren­nens hatte er sich genü­gend erholt, um beim Schluss­sprint des Haupt­fel­des als Vier­ter über die Ziel­li­nie zu fah­ren. Dies bedeu­tete Rang 19 in der Gesamt­wer­tung der Deut­schen Meis­ter­schaft.

Becker konnte lei­der auf­grund eines grip­pa­len Infekt nicht ent­schei­dend in das Renn­ge­sche­hen ein­grei­fen und musste nach der 4. Runde das Ren­nen been­den. Das Aus­schei­den von Tim Becker war inso­fern ärger­lich, da er sich in den letz­ten Ren­nen vor der Deut­schen Meis­ter­schaft in Top Form befun­den hat. Ein ers­ter und drit­ter Platz, sowie Plat­zie­run­gen unter den ers­ten 10 in den zuvor gefah­re­nen Bun­des­li­ga­ren­nen, zei­gen seine Leis­tungs­fä­hig­keit.

Pau­line Tur­sch­ner ging ver­spä­tet an den Start, da ein umge­stürz­ter Baum die Stre­cke blo­ckierte und erst besei­tigt wer­den musste. Mit einer Ver­spä­tung von einer Stunde wurde das Ren­nen der Junio­rin­nen um 16:00 Uhr, bei mitt­ler­weile schö­nen Wet­ter, gestar­tet. 36 Fah­re­rin­nen gin­gen auf die 72 km lange Stre­cke. Das Fah­rer­feld teilte sich schnell in 3 gleich große Grup­pen. Es gab eine Spit­zen­gruppe und zwei Ver­fol­ger­fel­der. Tur­sch­ner kämpfte im zwei­ten Feld, das einen 1 minü­ti­gen Abstand, auf das davor fah­rende Feld hatte. Ein Zusam­men­schluss der bei­den Ver­fol­ger­fel­der wäre im Ver­lauf des Ren­nens durch­aus mög­lich gewe­sen, da der Abstand nicht groß war. Lei­der nah­men die ver­ant­wort­li­chen Kom­mis­säre uner­klär­li­cher­weise das zweite Ver­fol­ger­feld nach etwa der Hälfte der Renn­di­stanz aus dem Ren­nen. 1/3 der Star­ter wurde ein­fach vor Been­di­gung des Ren­nens nach Hause geschickt. Hier war wohl das pünkt­li­che Been­den der Ver­an­stal­tung wich­ti­ger, als den ange­tre­te­nen Junio­rin­nen einen ordent­li­chen Wett­kampf zu gewähr­leis­ten. Pau­line Tur­sch­ner war lei­der auch Opfer die­ser Maß­nahme. Die Ver­ant­wort­li­chen soll­ten sich drin­gend hin­ter­fra­gen, ob sie mit sol­chem will­kür­li­chen Geba­ren, die Attrak­ti­vi­tät des Rad­sports für junge Frauen för­dern.

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