Nachlese: Bahn Weltmeisterschaft Masters Manchester 2016

Nachlese: Bahn Weltmeisterschaft Masters Manchester 2016

On Februar 12, 2017, Posted by , In Berichte, With Kommentare deaktiviert für Nachlese: Bahn Weltmeisterschaft Masters Manchester 2016

Nach­lese: Bahn Welt­meis­ter­schaft Mas­ters Man­ches­ter 2016

In der ers­ten Okto­ber­wo­che 2016 fand in Man­ches­ter die vor­erst letzte Mas­ters Track WM (Senio­ren Welt­meis­ter­schaft Bahn) auf dem euro­päi­schen Kon­ti­nent statt. Für die nächs­ten zwei Jahre wird die Ver­an­stal­tung in Los Ange­les statt­fin­den. Für Deutsch­land star­te­ten in der Alters­klasse 45–49 Jahre gerade mal zwei Fah­rer. Das waren aus Mün­chen Lexan Suess (RC Weiss-Blau Mün­chen) und für die RSG Gie­ßen und Wies­eck Axel Goers.

Axel Goers und Leyan Suess als noch alles in Ord­nung war, Foto: Corina Wal­len­fels

Die gesamte WM hat auf­grund der ver­schie­de­nen Wett­kämpfe und Alters­klas­sen ins­ge­samt acht Wett­kampf­tage. Da mein Ober­schen­kel­um­fang unter 1 m liegt habe ich mich bis auf das Zeit­fah­ren (750m) nur für die Aus­dau­er­dis­zi­pli­nen Pur­suit (Einer­ver­fol­gung), Scratch (Ren­nen auf End­sieg) und das Points Race (Punk­te­fah­ren) gemel­det.

Um es kurz zu machen, 3000m Einer­ver­fol­gung kön­nen auch ganz schön lang sein. Mit etwas über 47km/h Durch­schnitts­ge­schwin­dig­keit reichte es gerade für Platz 18. Trotz einen ver­patz­ten Start aus der Start­ma­schine lief das Zeit­fah­ren tags dar­auf mit Platz 16 etwas bes­ser. Bei bei­den Dis­zi­pli­nen wird auf Zeit­fahr­ma­te­rial gesetzt und da Bahn­rä­der bekannt­lich keine Schal­tung haben kos­tet der Start mit der Über­set­zung für über 45km/h rela­tiv viel Kraft.

Auch bei den Zeit­fahr­di­zi­pli­nen wird ohne Schal­tung gefah­ren, Foto: Steve Walton

Am vier­ten Tag der Welt­meis­ter­schaft stand für meine Alters­klasse das erste Ren­nen mit Mas­sen­start auf dem Plan, das Scratch Ren­nen. Hier musste man sich in einem Vor­lauf der am Vor­mit­tag statt­fand für das Finale am Abend qua­li­fi­zie­ren. Gesagt, getan, hier sprang beim Finale immer­hin Platz elf raus.

Ste­ti­ges Belau­ern beim Scratch, Foto: Steve Walton

Der sechste Wett­kampf­tag sollte für mich der Höhe­punkt wer­den, es stand das Punk­te­ren­nen auf dem Pro­gramm. Hier wer­den alle zehn Run­den Wer­tun­gen abge­nom­men. Die ers­ten vier Fah­rer sam­meln Punkte (5, 3, 2 und ein Punkt), am Ende gewinnt der­je­nige mit der höchs­ten Punkt­zahl. Da ich seit eini­gen Jah­ren auf der Som­mer­bahn in Darm­stadt diese Art von Ren­nen fahre bin ich ambi­tio­niert zum Qua­li­fi­ka­ti­ons­ren­nen am Mor­gen ange­tre­ten. Doch lei­der wurde ich zusam­men mit Lexan aus Mün­chen in einem Mas­sen­sturz ver­wi­ckelt. Nach einer Kol­li­sion meh­re­rer Fah­rer oben in der Steil­kurve rut­sche ein Teil des Fah­rer­fel­des genau in meine Fahr­li­nie und ich über­schlug mich Kopf­über und lan­dete unsanft außer­halb der Holz­bahn auf dem Beton­bo­den der Halle. Das Ren­nen wurde dann neu­tra­li­siert und die­je­ni­gen die das Ren­nen wie­der auf­neh­men woll­ten durf­ten nach einem kur­zen Check durch UCI Kom­mis­sare  sich wie­der in das ver­blie­bene Feld ein­rei­hen. Nach­dem ein Tech­ni­ker mei­nen Len­ker wie­der gerade gebo­gen hatte und mir von einem Sani­tä­ter in die Augen geleuch­tet wurde konnte ich mich auch wie­der in das oben auf der Bahn krei­sende Feld ein­rei­hen. Die nächste halbe Stunde nach dem Ren­nen ver­brachte ich mit vie­len ande­ren Teil­neh­mern bei dem Renn­arzt im Velo­drom. Hier wurde grob unter­teilt in die Kate­go­rien:

  • das geht schon mit ein biss­chen küh­len und even­tu­ell Wund­ver­band
  • sofort ins Kran­ken­haus (imme­dia­tely)
  • nicht sofort, aber wenn es geht heute, wenn keine Beschwer­den auf­tre­ten soll­ten aber trotz­dem wenn du wie­der zu Hause bist (soon)

Nach der Points Quali, Foto: Corina Wal­len­fels

Lexan Suess gehörte zur drit­ten Kate­go­rie und ver­brachte sei­nen Nach­mit­tag im Kran­ken­haus. Ich war in der pri­vi­le­gier­ten ers­ten Gruppe und konnte so mein Knie, Schul­ter und die Beule am Kopf auf dem Hotel­zim­mer küh­len. Beide waren wir doch für das Finale am Abend gesetzt. Beide gin­gen wir auch leicht gehan­di­capt an den Start. Trotz dickem Knie konnte ich das Ren­nen mit Rang 13 abschlie­ßen. Das war zwar nicht das erhoffte Ergeb­nis, aber auf­grund der Situa­tion wohl das beste mög­li­che.

Alle Ergeb­nisse auf:

http://www.cyclingmasters.com/

Axel Goers

Foto: Steve Walton

Foto: Steve Walton

 

 

 

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