Eine Woche Bikespass und zwei Top 20 Platzierungen für Leonard Berndt

Eine Woche Bikespass und zwei Top 20 Platzierungen für Leonard Berndt

On August 30, 2017, Posted by , In Berichte,Freeride Schiffenberg, With Kommentare deaktiviert für Eine Woche Bikespass und zwei Top 20 Platzierungen für Leonard Berndt

Was für eine Woche für den Nach­wuchs. Ser­faus-Fiss-Ladis hat mit dem MTB Fes­ti­val vom 31.07. bis 06.08.2017 nun bereits schon zum vier­ten Mal ein unver­gess­li­ches Event für die auf­stre­ben­den Talente gebo­ten.

In die­sem Jahr reis­ten etwa 250 Teil­neh­mer aus 21 Natio­nen nach Tirol, um an den Start der Down­hill Moun­tain­bike Wett­be­werbe zu gehen. Auf dem Pro­gramm stan­den als High­lights der vierte Lauf des Spe­cia­li­zed Roo­kies Cups sowie die iXS Inter­na­tio­nal Roo­kies Cham­pi­ons­hips.

Für Leo­nard Berndt vom Team Schif­fen­berg der RSG Gie­ßen und Wies­eck begann die Ver­an­stal­tung bereits am Mon­tag mit dem Roo­kie Camp. Er war einer von 30 Teil­neh­mer des Bike Camps. Die­ses beinhal­tete neben einer Rundum-Ver­sor­gung Kurse in allen mög­li­chen Din­gen, die dem Renn­fah­rer hel­fen kön­nen. Ange­fan­gen beim Thema Fahr­tech­nik über Schrau­ben bis hin zur Medi­en­prä­sen­ta­tion. Wäh­rend der gesam­ten Woche konn­ten die Fah­rer im Camp sich über tro­ckene und sta­bile Wet­ter­be­din­gun­gen freuen.

Und mit genau die­sem Wet­ter star­te­ten am Frei­tag die ers­ten Wett­be­werbe des Fes­ti­vals. Gut vor­be­rei­tet und voll Moti­va­tion star­tete Leo­nard Berndt dann auch in die ers­ten Trai­nings­läufe des Tages, um sich mit den hoch­al­pi­nen Bedin­gun­gen der Renn­stre­cke ver­traut zu machen. Der Cours star­tet auf 1.840 m und führte mit einer Länge von rund 1500 m in das 300 Höhen­me­ter tie­fer gele­gene Ziel an der Wald­bahn. Für Leo­nard, der in der Klasse U13 (die 11 und 12 jäh­ri­gen) star­tet, lief der Trai­nings­lauf ordent­lich und er konnte sind gut im Mit­tel­feld posi­tio­nie­ren. In der nach­fol­gen­den Klasse der U15 Fah­rer kam es dann zu einem Sturz mit einer län­ge­ren Renn­un­ter­bre­chung, wor­auf das See­ding vor­zei­tig been­det und nicht gewer­tet wer­den.

Der Sams­tag emp­fing dann die Nach­wuchs­sport­ler mit einer nas­sen Stre­cke. Aller­dings prä­sen­tierte sich der Tag tro­cken und auch die Tem­pe­ra­tu­ren um die 25 Grad waren dem Event ange­mes­sen. Bis zum Renn­lauf trock­nete die Stre­cke wie­der ab, so dass die Bedin­gun­gen wahr­lich per­fekt waren. Doch einer der letz­ten Trai­nings­läufe hatte es für Lee in sich. Er stürzte spek­ta­ku­lär und krachte gegen einen Baum. Im ers­ten Moment sah es nicht danach aus, dass er wei­ter­fah­ren könnte. Doch Fah­rer und Bike haben nicht wirk­lich viel abbe­kom­men. Einem Start im Final Run stand nichts ent­ge­gen. Noch etwas ver­hal­ten und mit klei­ne­ren Fahr­feh­lern brachte Leo­nard den Final­lauf sicher ins Ziel und qua­li­fi­zierte sich für die iXS Inter­na­tio­nal Roo­kies Cham­pi­ons­hips. Platz 23 reichte auch, um in der Gesamt­wer­tung des Spe­cia­li­zed Roo­kies Cups mit Rang 19 wei­ter­hin in den Top 20 zu blei­ben.

Die  iXS Inter­na­tio­nal Roo­kies Cham­pi­ons­hips sind das High­light des MTB-Fes­ti­vals in Ser­faus-Fiss-Ladis am Sonn­tag. Das Ren­nen gilt als inof­fi­zi­elle Welt­meis­ter­schaft für die Junio­ren, da in den Klas­sen U13, U15 und U17 von der UCI keine inter­na­tio­na­len Meis­ter­schaf­ten aus­ge­rich­tet wer­den.

Und diese Welt­meis­ter­schaft “glänzte” mit schwie­rigs­ten Bedin­gun­gen. Der Tag begann zwar tro­cken, aber schon die Vor­her­sa­gen deu­te­ten an, dass es dabei nicht blei­ben würde. Pünkt­lich eine Stunde vor Beginn der Meis­ter­schaft begann es wie aus Eimern zu reg­nen. Die Stre­cke weichte in kür­zes­ter Zeit voll­kom­men auf und die Bedin­gun­gen änder­ten sich völ­lig. Kei­ner hatte vor­her den Kurs unter sol­chen Ver­hält­nis­sen trai­nie­ren kön­nen.  Viele der Teil­neh­mer, auch die star­ken Öster­rei­cher und Schwei­zer, denen die alpi­nen Bedin­gun­gen ver­traut sind, haben auf den Start ver­zich­tet.

Den an die­sem Sonn­tag an den Start gehen­den Fah­rer und Fah­re­rin­nen wurde nichts geschenkt. Es wurde schon bei der ers­ten Start­klasse deut­lich, dass oberste Prio­ri­tät wohl das Run­ter­kom­men ohne Sturz sein würde.

Diese Bedin­gun­gen änderte auch die Renn­tak­tik von Leo­nard. Wäh­rend er am Vor­tag über die Ver­bes­se­rung sei­ner Zeit aus dem ers­ten Ren­nen nach­ge­dacht hatte, stand nun das Ankom­men im Vor­der­grund. Und auch das war nicht ein­fach. Ein direkt vor ihm gestar­te­ter Teil­neh­mer stürzte und konnte sein Ren­nen nicht fort­set­zen. Für Leo­nard bedeu­tete es den Abbruch sei­nen Lau­fes nach der ers­ten Schlüs­sel­stelle und einen Neu­start. Also noch ein­mal alle Kon­zen­tra­tion mobi­li­sie­ren und ab in die Mat­sche. Nach dem zwei­ten Start konnte er dann einen voll­stän­di­gen Renn­lauf ins Tal brin­gen. Und trotz zwei Aus­rut­schern reichte es, um sich in sei­ner Alters­klasse mit Platz 19 in den Top 20 plat­zie­ren zu kön­nen.

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